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Schutz und Bergung - subaru-offroad.ch

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Schutz und Bergung

OffRoad Umbau
Schutz- und Bergeausrüstung
Es gibt einen ganz eminent wichtigen Grundsatz für jeden Overlander, sobald er befestigte Strassen und damit in einem gewissen Mass auch die Zivilisation und schnelle Hilfe im Fall der Fälle benötigt

--> Keine Fahrt abseits befestigter Wege ohne Schutz-& Bergeausrüstung

Unterfahrschutz
Stahl-Unterfahrschutz (3mm) für Motor und Getriebe  

    
 
Front-Bergeösen
Für Offroad Bergung verstärkte TieDown Ösen, mit 20mm Stahlplatten verschweisst

    
Heck-Bergeösen
2 Heckstossstangen-Befestigungspunkte mit Soft-Schäkeln für Rückwärtsbergung

Die Anhängerkupplungs-Kugel darf auf keinen Fall für Bergevorgänge irgend welcher Art verwendet werden, da diese weder für Querkräfte (Zug von links oder rechts) noch für die Bergung andere Fahrzeuge oder Eigenbergungen z.B. aus Schlammlöchern konstruiert wurde.

Für Bergungen im Offroadgelände darf auch die mit dem Fahrzeug mitgelieferte Abschlepp-Öse nicht benutzt werden, da diese in der Regel nicht für mehr als das halbe Fahrzeuggewicht gebaut wurde, was für Abschleppvorgänge auf geteerten Wegen sicher ausreichend ist. Leider sind dazu von Subaru Schweiz auf Anfrage keine Angaben erhältlich.

Bergematerial
Wer der Ansicht ist, er fahre ja nur auf Wegen, die seinem Fahrzeug keine Probleme bereiten könne, und für den Fall der Fälle habe er ja ein Abschleppseil dabei, verkennt leider die Realität. Einerseits kann man auch auf harmlos wirkenden Wegen plötzlich in Bedrängnis kommen (siehe mein Praxisbeispiel), und wenn man sich dabei in einer wenig befahrenen Gegend befindet, kann es schnell unangenehm werden. In Spanien beispielsweise hilft die Notrufnummer nur, wenn Personen verletzt wurden, sonst muss man auf anderem Weg Hilfe organisieren.
Deshalb ist es wichtig, dass man sich zumindest in 'Standard-Situationen' selbst helfen kann. Und dies auch ohne Zweitfahrzeug.

Ich habe aus diesen Gründen folgendes Bergematerial stets bei mir:
  • Habegger Seilzug Dema 1'600 kg (mit Umlenkrolle 3'000 kg)
  • Drahtseil 11mm / 20m (bis 7'000 kg)
  • Umlenkrollen für Stahlseil 10'000 Kg
  • Soft- und Stahlschäkel 4'500 kg
  • Bergegurte & Baumschlaufen 6m und 4m mit einer Workload  von 3'000 - 4000 kg, Bruchlast min. 14'000 kg.
  • Rückschlag-Schutzdecke für zurückschnellende Stahlseile
  • Schwerlast-Spanngurte (zum Sichern des Fahrzeuges gegen Abrutschen, nicht zum ziehen!)
  • Scheren-Wagenheber (3 T Hebelast)
  • Sandbleche (2 Stk., Länge 1,2m  --> führe ich nur auf Reisen mit grossen Offroad-Anteilen mit)
















 


Da ich durchwegs alleine unterwegs bin, setze ich auf Sebstbergung und nicht auf die Bergung durch ein Zweitfahrzeug. Aus diesem Grund führe ich auch kein kynetisches Seil mit mir.

Wichtig! Die Kräfte, welche gerade bei der Bergung eines im Schlamm oder Sand eingesunkenen Fahrzeuges wirken, sind gigantisch. Da hilft ein Abschleppseil höchstens um den Wagen zu beschädigen oder sich durch ausreissende Abschlepp-Ösen  oder ein gerissenes Seil ernsthaft selber zu verletzen!
Aus diesem Grund achte ich darauf, dass meine Ausrüstung stets das 2,5 - 3 fache des Fahrzeuggewichtes, also zwischen 5 und 6 Tonnen verkraften kann.

--> Die Kehrseite der Medaille ist, dass wirkungsvolles Bergematerial naturgemäss sehr schwer ist, meine oben beschriebene Ausrüstung wiegt gegen 50 kg
  • Für jede Vorwärtsbergung die Motorhaube öffnen. Dadruch wird bei einem Seil- oder Schäke lbruch verhindert, dass Teile in die Windschutzscheibe geschleudert werden..

  • Bei einer Fahrzeugbergung mit Stahl- oder Kunststoffseil eine Schutzmatte, Decke oder Jacke etc. über das Seil legen. Dies vermindert die Energie, mit der ein sich losreissender Schäkel oder gerissenes Seil zurückschnellt und zu sehr schweren Verletzungen führen könnte.

  • Das Fahrzeug nicht an der Anhängerkupplung aus tieferem Schlamm oder Sand ziehen. Falls im Notfall unumgänglich, dann nur in gerader Linie, und auf keinen Fall schräg zur Fahrzeugrichtung ziehen, das überlebt die AHK nicht!

  • Beim vorwärts Freifahren mit Sandblechen diese vor die Hinterräder legen, und rückwärts vor die Vorderräder. Sonst besteht die Gefahr, dass sich diese unter dem Fahrzeug verkeilen. Ich binde die Sandbleche mit einem dünnem Seil vorne oder hinten am Fahrzeug an, um diese nach dem Freifahren nicht im Sand/Schlamm suchen zu müssen.
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