So schnell kann es gehen
OffRoad Umbau
Praxisbeispiele:
Diese Vorfälle bestätigen den Nutzen gleich mehrerer Schutz- und Bergekomponenten
Vom rechten Weg abgekommen...
Im Juni 2024 bin ich, um einem entgegenkommenden Fahrzeug auszuweichen, in den spanischen Pyrenäen auf einer eigentlich völlig harmlos wirkenden Schotterstrasse offenbar zu nahe an den Wegrand gefahren. Von der Strasse aus war aber leider nicht zu sehen, dass dieser unterspült war, worauf hin dieser unter dem Druck meiner rechten Rädern auf der ganzen Länge weggebrochen ist.Nun lag das Fahrzeug mittig auf 'dem Bauch', mit zwei Rädern ohne jeden Bodenkontakt über einem bewaldeten Abgrund.
In diese Lage bin ich geraten, ohne mir auch nur im geringsten eines Risikos bewusst zu sein! Und ohne die entsprechende Schutzeinrichtung (Unterfahrschutz und speziell robuste Bergeösen) sowie die richtige Bergeausrüstung (Schäkel, Seilzug und Bergegurte) wäre das hier nicht ohne jeden Schaden und in kurzer Zeit überstanden gewesen.
Der Vorfall --> ohne Unterfahrschutz wären verschiedene Aggregate beschädigt worden

Sichern und bergen ohne massive Bergeösen mit mehreren Tonnen Zugfestigkeit in alle Richtungen wäre undenkbar, und ohne Seilzug und Bergegurte mit ca. 5 Tonnen workload (doppeltes Fahrzeuggewicht) unmöglich

Rückwärts ins Schlamm(assel)...
(Piemont, Westalpen Italien, Juni 2025) Ein knappes Jahr später schaffe ich es erneut, mich in eine missliche Lage zu bringen. Und das geht so:
Nach einigen heftigen Regentagen ist Anfang Juli 2025 über Teilstrecken der Piste auf dem Weg zum Col Sommeiller im Piemont auf knapp 3000 Metern ein Murgang niedergegangen. Während ich die beiden ersten Verschüttungen vollständig überwinden konnte (der Subie kraxelt über alles :-)), stoppte mich auf dem dritten Stein- und Schlammfeld ein unüberwindbarer Wall letztendlich doch.
Also: zurücksetzen und rückwärts aus dem Felsabbruch rausmanövrieren, da an ein Umdrehen nicht zu denken war. Das Problem war, dass mir hier eine zweite Person als Einweiser fehlte. Nachdem ich einige enge Stellen in leichter Kurvenfahrt passieren musste, habe ich talseitig einen ca. 60 cm tiefen Wegabriss übersehen und bin mit dem rechten Vorderrad hineingerutscht.
Glücklicherweise waren tschechische Offroader in der Nähe und haben mein Missgeschick mitbekommen. Wie unter Offroadern üblich, haben sie mich netterweise mit meinem 6-Meter Bergegurt und Softschäkeln rückwärts in Richtung Bernseite rausziehen können. Ich brauchte nur noch aussen am Wagen hängend das Steuerrad gerade stellen und mit dem rechten Fuss rückwärts Gas zu geben. Da ich zuerst befürchtete, dass der Forry durch den Zug abstürzen könnte, haben sich kurzerhand zwei der tschechischen Begleiter hinten rechts auf den Forry gesetzt und konnten so das Fahrzeug vorne rechts aus dem Graben heben. Ein weiterer Vorteil eines relativ leichten Fahrzeuges :-)

Gummispanner helfen in der Situation dass die Stossstange nicht abfällt, und der Stahl-Unterfahrschutz dass Motor und Getriebe ganz bleiben

... im Rückwärtsgang leicht zu übersehen ... zum Glück gilt unter OffRoadern ein ungeschriebenes der gegenseitigen
Hilfestellung
Hilfestellung

Die richtige Befestigung der Stossstange und das nötige Werkzeug ........ etwas knowHow ...... und schon ist die Delle vor Ort wieder raus